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Wes Craven
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Neben George Romero und Dario Argento ist Wes Craven unbestritten der wichtigste Filmemacher, der sich mit Leib und Seele dem modernen Horrorfilm verschrieben hat. Auf sein Konto gingen in den letzten 28 Jahren eine Reihe unbestrittener Genreklassiker, unter anderen auch Nightmare – Mörderische Träume aus dem Jahr 1984. Die Saga des Traummonsters Freddie Krueger, die Craven zum mehrfachen Millionär machte, brachte es auf insgesamt sechs Fortsetzungen. Die Risse in den Vorstadtfassaden des Bürgertums und die latente Gewaltbereitschaft des Mittelstandes sind von jeher das Thema der Filme von Wes Craven. Der studierte Anglist, Psychologe und Philosoph verarbeitet es visionär zu spannenden, unterhaltsamen und zumeist unvergesslichen Schockern, die das Blut von mittlerweile mehreren Generationen von Filmfans zum Stocken brachte.
Craven wurde am 2. August 1939 in Cleveland, Ohio, geboren. Zunächst hatte der streng baptistisch erzogene Craven nicht viel mit Film im Sinn. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete er als Sozialkunde-Dozent an der John Hopkins University in Baltimore. Studenten von ihm realisierten einen Amateurfilm und weckten Cravens Interesse am bewegten Bild. Er zog nach New York und besuchte eine Dokumentarfilmschule, während er sich mit Taxifahren über Wasser hielt.
Craven schloss Freundschaft mit Sean S. Cunningham, der später die Freitag, der 13. -Reihe aus der Taufe hob, und stellte mit ihm den Pornofilm Together her, um Das letzte Haus links finanzieren zu können, ein kompromissloses Horrorprojekt, das lose auf Bergmans Die Jungfrauenquelle basierte, bei seiner Veröffentlichung einen Skandal heraufbeschwor und heute als einer der wichtigsten und besten Filme seines Genres zählt.
Fünf Jahre sollte es dauern, bis Wes Craven mit seiner zweiten Regiearbeit Der Hügel der blutigen Augen einen weiteren Meilenstein vorlegte, der zynisch an der heiligen Institution der amerikanischen Familie kratzte und damit eines der Leitmotive von Cravens weiterer Arbeit vorgab. 
Dieser Film ist bis heute hier leider nur sehr unvollständig und wurde teilweise sogar inhaltlich völlig falsch wiedergegeben.
Als Craven das Slashergenre 1984 mit Nightmare – Mörderische Träume revolutionierte und mit Freddy Krueger eine Ikone der modernen Popkultur schuf, war er neben George Romero bereits der wichtigste Horrorregisseur Amerikas. Zehn Jahre später setzte er mit Freddy’s New Nightmare eigenhändig einen Schlusspunkt hinter das lukrativste Horror-Franchise aller Zeiten. 
Interessant ist, das Craven hier schon wie bei Scream 3 den Film im Film parodierte. Auch hier taucht der Killer,Freddy Kruger, bei den Dreharbeiten zu seinem eigenen Film auf.
Craven, der in Filmen wie Die Schlange im Regenbogen, Shocker oder Das Haus der Vergessenen immer wieder sein unverkennbares Talent aufblitzen ließ, konnte da noch nicht ahnen, dass er seinem geliebten, aber gemeinhin totgeglaubten Genre mit Scream – Schrei! nur zwei Jahre später erneut eine Frischzellenkur von ungeahnten Ausmaßen verpassen würde.