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Scream  Scream 3
USA 1999
Regie:
Wes Craven
Darsteller:
David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Patrick Dempsey, Lance Hendriksen, Carrie Fisher, Roger Corman
Drehbuch: Ehren Kruger
Music: Marco Beltrami
Ca 118 Minuten
Kinostart 22.06.2000
Kinowelt Filmverleih
Ein ganz normaler Abend in Hollywood. Cottan (bekannt aus Scream 2 ) fährt auf dem Highway, als ihn der Anruf einer unbekannten Frau erreicht. Die zuerst unverfängliche Plauderei schlägt abrupt in tödlichen Ernst um. Denn der Unbekannte, der seine Stimme mit einem Stimmumwandler änderte, behauptet in der Wohnung von Cottan zu sein und seine Frau beim Duschen zu beobachten. Cottan trifft zwar noch rechtzeitig zu Hause ein, doch Minuten später ist er Tod, ermordet von einem Mann mit Scream- Maske.
In Hollywood werden Geschäfte gemacht. Inzwischen laufen die Dreharbeiten zu Stab 3, der von den schrecklichen Ereignissen in Woodsboro berichtet. Vorlage ist immer noch der von der Fernsehjournalistin Gale Weathers geschrieben Besteller ” Der Woodsboro Mörder” . Ex-Polizist Dwight, der an den Ereignissen beteiligt war, ist Berater bei den Dreharbeiten. Der Mord von Cottan, einer der Freunde von Sidney Prescot, ruft auch Gale Weathers wieder auf den Plan. Sie will sich mit Dwight beraten , bekommt aber nicht überall einen freundlichen Empfang, da sie immer noch als Journalistin tätig ist. Da geschieht ein Mord im Filmteam.
In der Nähe von Woodsboro: Sidney hat als Folge der Geschehnisse auch nach Jahren nScream   och Alpträume Sie ist aufs Land gezogen und verdient ihr Geld als Telefonberaterin. Doch einer ihrer Anrufer hat ein besonderes Anliegen. Es ist der Mörder von Cottan. Er zitiert Sidney nach Hollywood, andernfalls würde er die Morde weiterführen. Schließlich gibt Sidney, die in den letzten Jahren selbstbewußter geworden ist, nach, um sich ihrem Schatten zu stellen. Als besonderen Clou will er die Morde nach dem Drehbuch von Scream 3 ausführen, was ihm anfangs auch gelingt. Als sie in Hollywood eintrifft, hat der Mörder erneut zugeschlagen. Die Polizei, die auch Dwight und Gale verhört, ist ratlos. Auch Sidney kann wenig Licht in das Dunkel bringen, doch der Killer meldet sich bald bei ihr. Und er hat noch eine ganz persönliche Abrechnung mit ihr vor...
Wes Craven hatte es ja schon bei der Premiere von Scream 2 angedroht “Wir sehen uns wieder bei Scream 3” . Und nun ist es soweit. Über die Logik einer Fortsetzung muß man sich hier keine Gedanken machen. Hauptsache, der Film macht Spaß. Und, wer meint, die Sache reicht langsam ( der Meinung war ich eigentlich auch ), wird hier eines besseren belehrt.
Scream 3 gibt sich zäh beim Einstieg ( die Hauptdarsteller müssen ja erst zueinander finden ) und vielleicht etwas viel Gerede ( sind wir von den ersten beiden Teilen gewöhnt ), dann aber kommt die Sache in Gang. Regisseur Wes Craven ließ das Drehbuch diesmal von Ehren KrugScream er schreiben. Und das hat dem Film sichtlich gut getan. Neben den ironischen Seitenhieben auf Hollywood, der Film spielt sozusagen bei Dreharbeiten zu sich selber, treiben einige Gastars wie Lance Hendriksen, Carrie Fisher und Roger Corman ihr Unwesen. Es gibt einige originelle Einlagen, wenn der Killer seinen Opfern Drehbuchseiten zufaxt, nur um sie gleich danach in die Tat umzusetzen. Amüsant, wenn Gale sich von der Rollendarstellerin Gale in Stab 3 helfen lassen muß, und zu hören bekommt ” Die richtige Gale kann das ”. Dazu kommt Spannung auf, wenn der Täter mit einem Stimmveränderer die Anrufe tarnt, um seine Opfer erst in Sicherheit zu wiegen. Schlägt dann die Stimme um, ist das Grauen noch nervenzerfetzender.
Bleibt zu sagen, daß Scream 3 wirklich spannend ist, und ab der Mitte stark an Tempo gewinnt, bis zum furiosen Finale. Unter diesen Voraussetzungen wird es wohl bald den vierten Teil geben.

Die Regeln einer Trilogie
Im ersten Teil werden die Regeln erklärt.
Im zweiten Teil wird mit den Regeln gespielt.
Und im Finale? Vergiss die Regeln!

Die Trilogie
Scream 3 führt Wes Cravens erfolgreiche Suspense-Trilogie mit einem Paukenschlag an ihr logisches Ende . Mit den beiden ersten Teilen war es dem Regisseur gelungen, nicht nur ein lange tot geglaubtes Genre mit neuer Energie und Ideen wieder zu beleben, sondern auch einer ganz neuen Generation von Kinogängern die wunderbaren Gänsehaut-Wonnen des Suspense zu lehren - aufgepeppt mit einer gesunden Dosis Humor. Scream 3 ist größer und komplexer als seine Vorgänger - ein unglaublich raffiniertes letztes Kapitel, in dem nur eine Regel gilt: In einem dritten Teil gibt es keine Regeln!
“Die Geschichte ist ganz schön vertrackt”, sagt Wes Craven. “Sie führt das Publikum ganz tief in die Realität hinter der Realität hinter der Realität. Absolut nichts ist so wie es scheint.”
Er fährt fort: “Von Anfang an war Scream als Trilogie konzipiert. Wir haben bereits an einen dritten Film gedacht, als wir den ersten drehten. Was wir jetzt über die Hintergrundgeschichte des ersten Teils offenbaren, schließt den Kreis nahtlos. Alle unbeantworteten Fragen werden hier beantwortet. Scream 3 ist viel mehr als nur eine “Reader’s Digest”-Ausgabe der Vorgänger.”
Die Produzentin Cathy Konrad erinnert sich noch genau an jeden Schritt der Scream -Saga und die spezifischen Herausforderungen: “Weil wir immer schon eine Trilogie aus Scream machen wollten, war es sehr wichtig, die Spannung frisch und die Thrills unvorhersehbar zu halten. Wir hatten nur ein Jahr zwischen den beiden ersten Teilen und jetzt zwei Jahre zwischen Teil 2 und 3.”

Die Schauspieler
Bei der Besetzung von Scream 3  ging es den Filmemachern darum, Schauspieler für den Film-im-Film STAB 3 zu finden, die die Essenz der Figuren von David Arquette, Neve Campbell und Courteney Cox Arquette wiedergeben könnten. “Parker Posey traf genau den Witz und die Energie von Courteney”, berichtet Konrad. “Matt Keeslar hatte Davids erotische Ausstrahlung und verlieh der Figur überdies die Charakterzüge eines klassischen Filmstars. Und Emily Mortimer konzentrierte sich als STAB-Sidney auf die unerschütterliche Ehrlichkeit, die von Neve ausgeht. Wir hatten Glück!”
Parker Posey hatte eine gute Zeit beim Dreh: “Mir hat es besonderen Spaß gemacht, ein bisschen mit meinem Image als seriöse Indie-Schauspielerin zu spielen.”
Neve Campbell, die zum dritten Mal als zu allem entschlossene Heldin antritt, gefielen das Konzept eines Films-im-Film und die Möglichkeiten, die sich daraus für Humor und Ironie ergaben: “Diese Filme machen viel Spaß, weil sie sich nicht so tierisch ernst nehmen. Sie machen sich über das Genre lustig, über die Schauspieler - und manchmal sogar über das Publikum.”
Dennoch mussten die Hauptfiguren der Trilogie im Verlauf von drei Filmen viel mitmachen, was weniger überlebensstarke Typen längst getötet hätte. “Sidney hat eine Menge Grips”, sagt Neve Campbell. “Im Lauf der Jahre hat sie sich zu einer sehr starken jungen Frau entwickelt. Vor allem aber hat sie die Entscheidung getroffen, nie wieder im Leben ein Opfer zu sein.”
Craven sieht das ähnlich: “Der Film setzt die Entwicklung von Sidney Prescott und der Menschen um sie herum im Angesicht größter Lebensgefahr fort. Sidney macht ihren letzten Schritt ins erwachsene Leben und bestimmt endgültig, was für sie wahr ist und was nicht. Sie ist eine unabhängige junge Frau, die vom Trauma ihrer Vergangenheit verfolgt wird und dieser Last endgültig ein Ende bereiten will.
Die Scream -Trilogie bestätigt meine Theorie, dass Thriller in erster Linie wunderbare Charakterstoffe sind . Sie gehen tief unter die Haut - unter die Haut der menschlichen Psyche, wohlgemerkt. Die Ängste der Kids von heute sind sehr real und ausgesprochen generationsspezifisch. Sie brauchen eine Möglichkeit, diese Schrecken auf eine positive und witzige Art und Weise zu verarbeiten. Die Scream -Filme haben diese Ventilwirkung, weil sie Szenarien unerträglichen Horrors zeichnen, die sich gleichzeitig echt und spielerisch auflösen. Die Explosion der Anspannung hat eine sehr befreiende Wirkung und lässt die Menschen im Kino eine einzigartige Gruppenerfahrung machen.”

Die Dreharbeiten
Die Dreharbeiten zu Scream 3 begannen am 6. Juli 1999 in der North Hollywood Police Station. 59 Tage später fiel die letzte Klappe im CBS Studio Center in Studio City. In den CBS-Soundstages wurde die Mehrzahl der Innen- und Außenaufnahmen gedreht, die in den fiktiven Sunrise Studios während des Drehs von STAB 3 stattfinden. Sidney Prescotts Zuhause in Woodsboro aus dem ersten Scream -Film wurde dafür detailgetreu als Filmset für STAB 3 nachgebaut.
Die Nachtaufnahmen konnten an zahlreichen Orten des wirklichen Los Angeles gedreht werden. STAB 3 -Produzent John Milton bekam sein Zuhause im Paramour Estate in den Hügeln von Silverlake. Es wurde im Jahr 1923 gebaut und gilt offiziell als Spukhaus. Das weitläufige Anwesen ist Kulisse für einige der spannendsten Momente des Films. Ausstatter Bruce Miller studierte alte Fotos der Villa, die einst einem Stummfilmstar gehörte, um genau den dekadenten Look zu erzielen, der von Wes Craven gewünscht wurde. 
Wie bei den Vorgängern galt auch beim Dreh von Scream 3 oberste Geheimstufe. “In meinen Filmen spielt Geheimhaltung von jeher eine wichtige Rolle”, erläutert Wes Craven. “Aber diesmal mussten wir richtig aufpassen. Noch bevor wir sie gefilmt hatten, waren Teile des Drehbuchs von Scream 2 im Internet aufgetaucht.”
Patrick Dempsey war von der Geheimniskrämerei während der Dreharbeiten überrascht: “Was in den zu drehenden Szenen passieren würde erfuhr ich erst, als ich am Set war. Dort gab man mir die Drehbuchseiten für den Tag. Aber es ist ein superspannender Film voller Überraschungen. Nicht einmal ich wusste, wer der oder die Killer ist/sind, bis ich den fertigen Film zu sehen bekam.