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Michael Giacchino
Alias- Season 1
VSD-6521
Varése Sarabande
Pünktlich zum Start der Zweiten Saison kommt hier der Sound der ersten Staffel auf den Markt. Giacchino präsentiert uns einen durch und durch aktiongeladenen Score, der den Rahmen jedes Films sprengen würde. Hier bekommen wir allerdings einen Durchschnitt aller 24 Folgen, sozusagen ein Best of.. Alias. Und dadurch stehen auf dieser Cd durchweg die treibenden Beats im Vordergrund, meist im Elektronikgewand, allerdings immer mit vollorchrestalem Hintergrund. Die dann und wann etwas ruhigen Stücke verschaffen dem Zuhörer eine kleine Atempause zum nächsten Actionhighlight.

Alan Silvestri
Identität
VSD-6459
Varése Sarabande
Silvestri schuf für diesen Mystery-Thriller einem düsteren Score. Nach dem einprägsamen, hauptsächlich von Streichern dominiertem Titelstück geht recht unterschiedlich weiter. Mal mit treibenden Beats vorwärts treibend, mal unheimlich mit bedrohlichen Violinen. Doch stets erschafft die Musik eine unheimliche Atmosphäre, die bis zum Ende und der Wiederholung des Eingangsthemas. Sicher nicht Musik für jeden, aber für eine morbide Stimmung gerade recht.

Div. Interpreten
Ballistic - Ecks vs. Server
Varése Sarabande/Closseum
Zu einem reinen Actionfilm gehört auch immer fetzige Musik. Das ist auch bei diesem Film nicht anders. Hier setzt man auf Rhythmus und weniger auf Hardrock. Zwischen poppigen Songs gleitet am auch kurzzeitig in vollinstumentalen Trance ab und streut noch ein paar schmusige Lieder bei. Gekrönt wird die Sammlung von weitgehend unbekannten Gruppen mit ( leider nur ) 2 Stücken von Don Davis, der schon den unverwechselbaren Matrix-Sound kreierte.


div. Interpreten
Mona Lisa Smile
Epic/Sony Music
Produzent Trevor Horn vereint auf diesem Soundtrack eine bunte Mischung von Stücken der 50er Jahre. Doch das besondere an dieser CD ist, das sie keine einfache Zusammenstellung alter Lieder ist, sondern Neueinspielungen von aktuellen Stars beinhaltet. So finden sich hier neben Seal, Tori Amos, Celine Dion auch Barbara Streisand und weitere Interpreten. Elton John komponierte zusammen mit Bernie Taupin extra ein neues Lied für diesen Soundtrack. Und eines haben sie alle gemeinsam. Sie atmen den Swing der 50er Jahre und bewegen sich in ruhigen Bahnen und sind somit perfekt für einen gemütlichen Abend auf der Couch oder ein romantischen Abendessen geeignet.

Thomas Newman
Findet Nemo
5050466-6859-2-6
WEA Records
Thomas Newman hat in den letzten 20 Jahren Musik zu Filmen in fast jedem Genre geschrieben, nur ein Zeichentrickfilm war noch nicht dabei. Das zeigt vor allem eins, das er sich perfekt auf einen Film einstellen kann, um dann die passende Musik zu zaubern.
Wenn man hier zuerst die Musik hört und den Film nicht weiß, würde wohl keiner diese CD zu einem Disneyfilm zuordnen können. Teilweise klingen die Stücke etwas bedrohlich und würden auch zu einem Thriller passen. Doch dann blitzen kleine schalkartige Passagen durch, die signalisieren, das es auch auf der Leinwand etwas spaßiger zugeht. Newman läßt sich hier schwer einorden, zu oft wechseln Tempo und Stil. Mit viel Rhythmus und dann nur mit wenigen Instrumenten und plötzlich wieder mit vollem wuchtigen Orchester. Schade nur das die Stücke recht kurz sind, manchmal kaum eine Minute lang. Denn kaum hat man sich auf eines eingehört, kommt auch schon das nächste.
Doch trotz allem beträgt die Gesamtspielzeit, wie leider nicht oft bei Soundtracks, hier über 60 Minuten. Als kleine Zugabe gibt es auf dieser recht abwechslungsreichen CD noch das Lied Beyond the sea von Robbie Williams in einer Neuaflage, welches er in seiner üblichen swingigen Art singt. Somit wird auch für andere als den Soundtrackfan noch etwas geboten.


Div. Interpreten
Popstar auf Abwegen
The Lizzie McGuire Movie
LC 10025
WEA Records
Der Titel ist hier Programm, denn auf dem Soundtrack findet man passenderweise eine bunte Reihe von Popsongs. Die meisten Stücke stammen von hier eher unbekannten Interpreten wie Vitamin C oder Jump5, Atomic Kitten ist da schon die Ausnahme. Nur die Hauptdarstellerin Hilary Duff steuert 3 Lieder bei. Neu sind diese allerdings meistens nicht, frei nach dem Motto „Besser gut nachgesungen als schlecht selber gemacht“. Wer sich daran nicht stört bekommt ein abwechslungsreiches Popalbum was diesen Namen auch verdient.


Verschiedene Interpreten
Daredevil
5105182
Wind Up Entertainment
Getreu der Maxime der letzten Blockbuster verfährt man auch hier nach dem Schema Actionfilm = Rockmusik.
Hier hat man eine geballte Sammlung guter harter Rockmusik auf beeindruckenden 74 Minuten. Und die Musik kann sich hören lassen. 20 verschiedene Gruppen tummeln sich auf dem Sammpler. Neben sicherlich auch einigen unbekannten Namen trifft man auf Gruppen wie Fuel, Moby und 12 Stones.Und die geben ihr bestes um dem Hörer die Ohren klingen zu lassen. Ein guter Rocksammpler der härteren Gangart.


Philip Glass
The Hours
7559-79693-2
Warner Music
Philip Glass schuf hier ein eigenwilliges melancholisches Werk. Mit hauptsächlicher Violinenbegleitung steht das Piano im Vordergrund. Daraus ergibt sich ein ruhiger gleichförmiger Klangteppich ohne große Höhen und Tiefen. The Hours ist Musik für einen ruhigen Abend bei dem man sich entspannen möchte. Allerdings fällt es dem Hörer schwer einzelne Stücke zu unterscheiden, da sie sich zu sehr ähneln. Wen das nicht stört, wird mit diesem Score sicher den Abend geniesen können.

Howard Shore
Der Herr der Ringe- Die zwei Türme
9362-48379-2
WEA Records
Auch zum neuen bombastischen Teil der Herrn der Ringe Trilogie schuf Howard Shore einen ebensolchen Score. Viele Themen des ersten Teils kommen auch hier wieder in ähnlicher Form vor oder fliessen kurz in neue Melodien ein. Fast wie bei der Krieg der Sterne Musik von John Williams, die in allen Filmen ähnlich ist, verändert sich wenig und hat für den Fan einen hohen Wiedererkennungswert. Der größte Unterschied offenbart sich beim Gesang, der hier leider nicht mehr von Enya präsentiert wird, deren leicht melancholische Stimme perfekt zum Film passte. Passender Ersatz dafür ist z.B. Emiliana Torrini, die Gollum´s Song präsentiert und weitere Interpreten. Doch der Hauptteil der Musik ist natürlich wieder mit großem Orchester inszeniert, durchsetzt mit Chorälen und vielen Streichinstrumenten. Mal kraftvoll und bombastisch, dann wieder leise und gefühlvoll. Dies dürfte den Soundtrackfan ähnlich zufrieden stellen wie der Film.


Tomandandy/King black Acid
The Mothman Prophecies
CST 8087-2.2
Varése Sarabande
Die Musik zum Film gibt sich sehr ruhig und plätschert weitgehend dahin. Über lange Strecken ist sie sogar so monoton, das sie gut als Meditationsmusik eingesetzt werden könnte, obwohl sie meist einen bedrohlichen Unterton hat.
Interessanter ist da schon die zweite Cd. Auf ihr finden sich Songs des Films, weitgehend von King Black Acid. Die Musik ist nicht nur passend zum Film, sondern ist auch als eigenständige CD gut zu hören. Die einzelnen Stücke strahlen sind recht eine bedrohliche ruhe aus, welche die mysteriöse Atmosphäre des Films gut verstärken.
Das besondere an dieser Doppelcd ist, das sie den Score und die Songs zum Film zusammen präsentiert. Daran sollten sich andere mal ein Beispiel nehmen.


David Newman
Ice Age
VSD-6358
Varése Sarabande
Wie nicht anders zu erwarten, ist der Score zu einem lustigen Familienfilm natürlich vor allem spaßig. Doch Newman weiß sehr wohl zu unterscheiden und so ist diese Cd eines auf keinen Fall: einseitig. Newman spielt mal rasant und actionlastig, schlägt dann wieder leise Töne an. Dazwischen etwas Marschuntermalung und dann wieder ein irrwitziges Feuerwerk an Spaßmusik, die einen bisweilen an Tom und Jerry erinnert. Hier gibt es tatsächlich für jeden etwas, ein Score, der gute Laune macht.


Trevor Rabin
The One
VSD-6310
Varése Sarabande
Trevor Rabin scheint sich bei diesem Score an seine seligen Yes Zeiten zu erinnern. Jedenfalls lässt er es hier kräftig rocken und setzt verstärkt die Gitarre ein. Ansonsten kreiert er einen Score mit großem Wieder erkennungswert. Eingängige Themen, rockige Rhythmen, die auch gut für sich allein hörenswert sind ( vor allem nicht nur für Fans ) und nicht nur mit den Bildern wirken. Und immer wieder blitzt der Komponist Rabin durch, dessen Stil man aus seinen letzten Filmen kennt und erwartet. Einer guter Griff für Action-Liebhaber.  


John Debney
The Scorpion King
VSD-6368
Varése Sarabande
Der Score zum Skorpion King bietet dem Fan eigentlich alles, was man sich zu einem Actionfilm wünscht. Heroische packende Themen, geheimnisvolle Choräle und orientalisches Flair. Alles in allem recht unterhaltsam und abwechslungsreich. Am Anfang wartet Debney mit einer Überraschung auf, klingt doch das erste Stück mit seinen harten Gitarrenriffs eher wie von einer Heavy Metal gespielt. Und auch das passt sich perfekt in den restlichen Score ein. Rundum ein gelungener Soundtrack.


div.Interpreten
Spider-Man
5075476
Sony Music
Der Soundtrack in und um Spider-Man gibt sich wie erwartet actionlastig. Nach ruhigem Beginn von Chad Kroeger geht es dann mit Gruppen wie Black Lab und Sum 41 zur Sache. Danach wechseln sich nicht nur mehr und weniger bekannte Gruppen ab, auch der Stil wechselt öfter und bietet für jeden etwas, der auf Rock steht. Für den reinen Score-Fan gibt es leider wenig zu holen. Nur 2 Stücke von Danny Elfman bietet man zur Komplettierung. Zum Abschluss spannt man einen Bogen von den 70ern bis heute und präsentiert das Spider-Man Theme erst in der alten Version und dann rockig von Aerosmith.


Klaus Badelt
The Time Machine
VSD 6337
Varése Sarabande
Der Name Klaus Badelt dürfte den meisten Score-Liebhabern noch nicht so geläufig sein, hat er doch seine Sporen als Unterstützung für Hans Zimmer verdient und war meistens zuständig für das, was man „aditional music“ nennt. Da er dort scheinbar viel gelernt hat, kann man mittlerweile einige Soundtracks von Badelt auch solo hören. Einiges davon fürs deutsche Fernsehen, doch wenn man Hans Zimmer kennt, hat man auch in Hollywood ein Bein in der Tür. Doch damit nicht genug, Badelt zeigt auf seinem aktuellen Score, das er durchaus einen großen Film untermalen kann und dazu noch eigenständig klingt. Das schöne Leitthema begleitet einen durch die Cd und sickert immer mal wieder ins Ohr. Dazu passt die vollorchestrale Untermalung zu einer Handlung aus dem vorherigen Jahrhundert und wecken sofort die Erinnerungen an die Bilder aus dem Film. Mit dem Sprung über die Jahrtausende fließen dann ganz andere Töne ein. Folkloristische Choräle, die ein wenig an Tol und Tol erinnern, geben den passenden musikalischen Rahmen für ein Naturvolk. Doch neben den durchaus leisen Tönen sind auch die Actionsequenzen bestens untermalt. Eine hörenswerte Cd, die schnell viele Score-Freunde finden wird. Wie sagte Hans Zimmer „ von Klaus Badelt wird man noch viel hören“.


Andre Previn
Rollerball
VSD-6354
Varése Sarabande
Hierbei handelt es sich nicht um den Soundtrack zum letzten John MCTierman-Film, sondern um eine Wiederveröffentlichung des Originalscores von 1975.
Andre Previn schrieb nur drei elektronische Stücke für den Film, die jetzt erstmals komplett vorliegen. Der Rest besteht aus Klasschieschen Stücken von Bach, Shostakovich, Tchaikovsky und Albinoni. Im Film wirken sie wie für ihn geschrieben, so perfekt passen sie zu den Bildern. Besonders deutlich wurde dies bei Bachs Toccata, bei dem der Film minuziös auf die Musik abgestimmt war. Der Score liegt hier erstmals in kompletter Fassung vor.

Marco Betrami
Blade II
VSD-6365
Varése Sarabande
Marco Beltrami ist wie auch bei seinen neusten Werk wieder in seinem Element. Der Score zu Blade II gibt sich atmosphärisch dicht und zeigt, das Beltrami durchaus auch einen Actionfilm untermalen kann. Das Horrorszenario ist ihm vertraut und fließt auch öfter durch bedrohliche leise und laute Klangstrukturen ein. Und wenn Blade Gas gibt, läßt es auch Beltrami richtig krachen, bleibt aber auch dann vollorchestral. Streicher sind dann seine bevorzugten Instrumente. Nur einmal verläßt er den üblichen Pfad des Orchesters. Beim Titelstück läßt er sich von Danny Saber elektronisch unterstützen, der mit eines der Highlights dieses Score´s kreierte.


John Debny
Im Zeichen der Libelle
VSD-6338
Varése Sarabande
Im Zeichen der Libelle ist ja ein sehr melancholischer Film. Das schlägt sich natürlich auch in der Musik nieder. Diese bewegt sich permanent auf depressivem Niveau, ohne große Abweichungen. Das ermüdet schnell und so wird der Hörer trotz der sehr kurzen Laufzeit des ganzen schnell überdrüssig. Für verregnete Tage sicher die passende Klangkulisse.


John Williams
Star Wars-Episode II - Angriff der Klonkrieger
SK 89932
Sony Classical
Wenn eins untrennbar mit Star Wars verbunden ist, dann die Musik von John Williams. Schließlich kennt wohl jeder die Eröffnungsmusik, welche zu den bekannten laufenden Schrifttafeln erscheint. Natürlich fehlt diese auf diesem Score nicht, wenn auch etwas modernisiert.
Im ganzen scheint diese CD fast so etwas wie ein Best of. von Star Wars. Williams scheint mit viel Freude einige sekundenlange Ansätze aus alten Themen aller 4 Teile aufzugreifen. So z.B. das Duel of the Fates aus Episode I oder unvermeidlich das Darth Vader Theme aus Episode V. Ansonsten ist alles wie vom Soundtrackliebhaber gewohnt. Ein bombastischer Sound, mal leise die romantischen Szenen untermalend oder knallig und erstmals sogar mit Verstärkung einer E-Gitarre in den Actionszenen. Vieles klingt vertraut aus den anderen Teilen, was durchaus beabsichtigt ist. Für die Liebesszenen zwischen Anakin und Padmé schuf Williams ein schönes Thema, welches des öfteren anklingt und sicher eines der Highlight´s dieses Score ist. So bietet diese CD alles, was der Hörer von einem Star Wars Soundtrack und besonders von Williams erwartet.

Trevor Jones
From Hell
VSD-6296
Varése Sarabande
Bei einem düsteren Film wie From Hell ist die Musik der krönende Abschluß, wenn sie paßt. Trevor Jones hatte hier den richtigen Draht zu den Bildern. Seine unheimliche, gothisch gefärbte Musik ist im Film immer präsent. Weitgehend bestimmen Steicher den Sound. Leise lange Passagen, in denen man förmlich den Ripper durch die Straßen schleichen zu hören glaubt. Dann wieder eindringlich rythmisch oder kontinuierlich anschwellend bis zur Erlösung hält er den Hörer bei der Stange. Dazu immer wieder eingestreut Teile des romantischen Themas, welches die beiden Hauptdarsteller verbindet. Marilyn Manson steuert dann zur Abrundung ein noch ebenso düsteres Stück dazu bei.

div. Interpreten
Vanilla Sky
9362-48109-2
WEA Records
Zum neusten Film von Tom Cruise mußte neben der Besetzung natürlich auch der Sound vom Feinsten sein. So konnte man Paul McCartney gewinnen, der hier den Titelsong schrieb. Auch R.E.M. steuerten ihr neustes Werk zum Soundtrack bei. Daneben gibt es einen wilden Mix der Stilrichtungen von Peter Gabriel Klassiker Solsbury Hill über die Monkees bis in die Neuzeit zu Radiohead. Nicht jeder Song mag einem da liegen, zu groß ist der Bereich, der abgedeckt wird. Doch da die Auswahl hochkarätig ist, wird diese CD die meisten ansprechen, die auf gute Musik stehen.
Weitere Interpreten: Julianna Gianni, Looper, Red House Painters, Josh Rouse, Sigur Ros, Jeff Buckley, Todd Rundgren, The Chenical Brothers, Bob Dylan

John Frizzell
13 Ghosts
VSD-6298
Varése Sarabande
John Frizzel schrieb hier einen Score, der wirklich unter die Haut geht. Allerdings nur, wenn man ihn in einem dunklen Raum hört. Dann glaubt man sich wirklich von Geistern umgeben. Für Liebhaber von Musik ist diese CD allerdings weniger zu empfehlen. Frizzell untermalt eine unheimliche Atmoshäre, die jede Bewegung auf der Leinwand mit Geräuschen unterstützt. Das hört sich streckenweise wirklich wie eine Geräusch-CD an. Auch die dann und wann einsetzende Musik kann einen nicht wirklich fesseln. Wenn man die beachtlich lang laufende Cd gehört hat, kann man sich an kein Thema erinnern, hauptsächlich darum, weil es keins gibt. So ist dieser Score wahrscheinlich der bestens passende Track zum Film, nur Filmmusikliebhaber werden hier keinen Spaß daran haben.

div. Interpreten/ David Holmes
Ocean´s Eleven
9362-48112-2
Wea Records
Der Inbegriff des Films Ocean´s Eleven ist die Coolness, die seine Hauptdarsteller in jeder Sekunde des Films ausstrahlen. Dies noch zu verstärken, holte sich Regisseur Soderbergh den irischen Ex-DJ David Holmes, der für ihn schon die Musik zu Out of Sight schrieb. Holmes, ein Mann, dem der Groove im Blut liegt. Er schuf eine Vielzahl von Stücken, die einfach nur lässig und cool sind. Man glaubt förmlich George Clooney durch die Hallen eines Casinos schlendern zu sehen. Das reichte Soderbergh aber noch nicht. Da sein Film ein Remake von 1959 ist, nahm man ein Vielzahl von Songs aus dieser Ära und schuf so einen Bogen bis in unsere Zeit. Neben Perry Como findet man Quincy Jones, Elvis und weitere Klassiker, die einfach zeitlos sind und so selbst in ein neuzeitliches Werk passen. Und dazwischen immer wieder der Groove von David Holmes. Nur die einzelnen Dialogfezen hätte man sich vielleicht sparen können.

Howard Shore
Der Herr der Ringe- Die Gefährten
9362-48110-2
Wea Music
Natürlich ist bei einem solchen Opus wie Der Herr der Ringe auch die Musik von allergrößter
Bedeutung. Wer auf einen bombastischen Score a la John Williams hofft, wer hier sicherlich enttäuscht. Howard Shore geht schon etwas anders an die Sache heran. Er variiert die Themen in einem mystischen Kontext im Stile von Wagner. Ab und zu verstärkt ein Chor das Orchester, vor allem, wenn es sich um unheimliche Geschehnisse handelt. Laute bombastische Stücke geben Kampfszenen den richtigen Hintergrund. Leise Passagen beschreiben die unendlichen Weiten einer Steppe oder das Geheimnis des Waldes. Für einen Hobbit gibt es das passende beschwingte Violinthema. Oft ist die Musik eingebunden in eine irische Kulisse, die den richtigen folkloristischen Rahmen hat. Da war es dann auch passend, das Enya mit ihre unverwechselbaren klaren Stimme zwei Stücke exklusiv für diesen Score beisteuerte. Diese geben dem Gesamtwerk auch den richtigen würdigen Rahmen für eine sehr abwechslungsreichen Soundtrack.

Elliot Goldenthal
Final Fantasy
Sk 89787
Sony Classical
Der Score zum Meilenstein der Computeranimation ist auch für den Soundtrackliebhaber ein besonderes Stück. Es beginnt Symphonisch, fast glaubt man die falsche CD eingelegt zu haben und sich in einem Stück alter Meister zu befinden. Langsam beginnt sich die Musik an die Bilder des Films anzugleichen, aber immer noch mit dem Londoner Symphony Orchester. Auch jetzt ist die Musik immer in der Lage, den Hörer mitzureißen, auch wenn es manchmal recht klaustrophobisch wird. Die Melodien wechseln zwischen leisen Klavierpassagen und kraftvollen Einsätzen des ganzen Orchesters. Vieles bleibt auch noch nach dem Ende der CD im Ohr hängen, zumal es das schönste Thema zum Schluß noch als ruhiges ausdruckstarkes Gesangsstück gibt. Scoreliebhaber, die Orchesteruntermalung mögen, sind hier bestens aufgehoben.


Paul Oakenfold
Swordfish- The Album
Warner Music 4344-31169-2
Zum neuen Travolta Knaller Passwort:Swordfish schuf Paul Oakenfold ein Remixalbum, welches nicht vor allem Score-Liebhaber gefallen wird, sondern mehr dem Disco und Trance-Fans. Auf der CD finden sich nach einleitenden (Film)Worten von Travolta 14 tanzbare Tracks, die meist schnell in die Beine gehen. Ab und zu holt sich Oakenfield noch Unterstützung vom Soundtrackmeister Christopher Young. Dem Unbedarften mag das alles etwas ähnlich klingen, für die nächste Feier ist das Album sicherlich der Hit.
1. Swordfish (Intro) 2. The Word (PMT Remix) - Dope Smugglaz 3. Unafraid (Paul Oakenfold Mix) – Jan Johnston 4 . Dark Machine - Paul Oakenfold & Christopher Young 5. New Born (Paul Oakenfold Mix) - Muse 6. Chase - Paul Oakenfold & Christopher Young 7. Harry Houdini 8. Kneel Before Your God - Lemon Jelly 9. Lapdance (Paul Oakenfold Swordfish Mix) - N*E*R*D feat. Lee Harvey 10. Speed - Paul Oakenfold  11. Planet Rock (Swordfish Mix) – Paul Oakenfold vs. Afrika Bambaata 12. Stanley's Theme - Paul Oakenfold 13. Password - Paul Oakenfold 14. On Your Mind (Omaha Mix) - Patient Saints 15. Get Out Of My Life Now - Paul Oakenfold & Amoebassassin

Danny Elfman
Planet der Affen
Sony Classical SK 89746
Nicht nur der neue Film von Tim Burton sorgte für zwiespältige Meinungen. Auch der Score von Burtons Hauskomponist Danny Elfman ist etwas ungewöhnlich. Wenn man einen Vergleich zwischen früheren Werken wie z.B. Edward mit den Scherenhänden zieht, kann man hier kaum Elfmans Handschrift erkennen. Dieser Score ist knallig und hat selten leise Töne. Elfman setzte auch andere Instrumente ein, die der Musik einen fremden Klang geben. Hier klingt es fast, als würde der Score vom Affenplaneten kommen. Der Action des Films angepaßt geht es dann meist recht laut und rasant zu. Passend dazu gibt es zum Schluß noch ein Remix des Titeltracks.